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Nailed To Obscurity

Jul 5th, 2019 | von |

Introvertierte Mucke in der prallen Mittagssonne ist ja immer etwas, was eigentlich nicht zusammenpassen will. Auf dem ROCKHARZ funktioniert das trotzdem irgendwie, wie AHAB schon 2018 eindrucksvoll bewiesen haben. Warum sollte das also heute bei NAILED TO OBSCURITY nicht klappen? Die Ostfriesen haben schon von Beginn an eine große Schar Anhänger vor der Rock Stage versammelt. Ob es sich dabei in erster Linie um Fans und Familie oder vor allem um Neugierige handelt, lässt sich kaum klären. Da die Anzahl der Leute aber im Laufe des Gigs eher noch steigt, scheint die Band wohl viel richtig zu machen.

Nachdem vor allem während des eröffnenden „Black Frost“ – Titeltrack des aktuellen Albums – noch ein paar Soundprobleme auftauchen und Frontmann Raimund Ennenga nur während seiner Growls richtig zu hören ist, legt sich dies relativ schnell. Die akzentuierten Flüster- und Klargesangseinlagen erzeugen in den folgenden Songs die gewünschte Atmosphäre. Augen zu und die Musik in ihrer Gesamtheit auf sich wirken lassen, das ist hier angesagt. Trotz aller Komplexität des Mixes aus Melodic Death und Doom, der gerade heute auch stark an frühere KATATONIA erinnert – das ROCKHARZ-Publikum lässt alles durchgehen. Ein Rausschmeißer, in dessen Verlauf sich der Sänger bereits früh von der Bühne verabschiedet und der in einem tollen Gitarrenfinale endet? Kein Problem, die Leute lieben es. Nach vier, wenngleich überlangen, Songs ist dann allerdings auch schon Schluss. Ein großer Auftritt von NAILED TO OBSCURITY, deren Weg wohl weiterhin nur in eine Richtung gehen wird: nach oben.

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