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AHAB

Jul 7th, 2018 | von |

Es ist 12:30 Uhr, die Mittagssonne knallt – was könnte da passender sein als eine ordentliche Portion Funeral Doom? AHAB aus Heidelberg treten an, um zu beweisen, dass diese etwas obskure Mischung durchaus funktionieren kann. Wer die Schnauze voll hat von übertriebenem Stageacting, ellenlangen Ansagen und ständigen Animationsversuchen, der ist hier auf jeden Fall genau richtig. Die Band kommt ohne viel Gehabe auf die Bühne, und das Intro des ersten überlangen, komplexen Songs startet. Der Zeitlupen-Metal, der thematisch immer um den Ozean und, im Falle der ersten beiden Alben, auch tatsächlich um Moby Dick kreist, mag sicherlich nicht jedermanns Sache sein. Dennoch hat sich eine ansehnliche Menge vor der Rock Stage versammelt. Hier ist jedoch Augen zu und Kopfnicken angesagt, alles andere würde bei dieser Musik auch fehl am Platze wirken.

Lässt man sich darauf ein, ziehen vor dem inneren Auge tatsächlich Bilder von untergehenden Schiffen an einem vorbei. Die Panik der Menschen, die dem Tod ins Auge blicken, wird förmlich spürbar. Sehr atmosphärische, zerbrechliche Parts, die fast schon an Ambientmusik erinnern, wiegen den Hörer erst ein wenig in Sicherheit, bevor plötzlich mit extrem wuchtigem, basslastigen Klang das Inferno in Form von massiven Gitarrenwänden und Daniel Drostes Organ losbricht. Nach drei Songs ist dann allerdings auch schon wieder Schluss. Da praktisch kaum eine AHAB-Komposition unter zehn Minuten daherkommt, ist das aber zu verschmerzen. Das war ganz großes Kino!

Live Foto Rockharz 2018 Ahab

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