Zwischen Moshpits und Bier brennt sich dieses Jahr ein ganz besonderer Stand in die Herzen der Besucher: Metality ist am Start – mit einer Mission, die vielleicht noch stärker ist als jedes flirrende Riff auf der Bühne.
Wer bei „Metality“ an eine neue Metal-Band denkt, liegt knapp daneben. Der Verein ist ein Netzwerk von über 3.500 Metalheads weltweit, organisiert in sogenannten Chaptern – lokalen Gruppen, die sich für ein besseres Miteinander in der Szene einsetzen. Der Großteil sitzt in Deutschland – aber auch in der Schweiz, Finnland, sogar auf Hawaii und in der Bay Area in den USA gibt es Metality-Chapter. Metal kennt eben keine Grenzen.
James vom Chapter München bringt es auf den Punkt: „Wir machen, was Metalheads eh gerne tun: auf Konzerte gehen, Festivals besuchen, grillen, abhängen – aber gemeinsam. Und mit Haltung.“
Charity, Inklusion und Zusammenhalt
Ein großes Thema auf dem ROCKHARZ ist für Metality die Unterstützung im Inklusionscamp. Zusammen mit der Lebenshilfe Braunschweig haben sie beim Zeltaufbau geholfen, begleiten Metalheads im Rollstuhl zur Rolli-Bühne und packen bei Bedarf mit an. „You Never Rock Alone“ heißt das Projekt – und das meinen sie auch so: „Wir machen eben das, was gebraucht wird“, sagt Guido, Chapterhead aus dem Bergischen Land.
Und das ist längst nicht alles: Während der Pandemie startete Metality eine der wohl sinnvollsten Aktionen der Szene: Schlafsack- und Zeltsammlungen für Obdachlose. Was als spontane Hilfsaktion begann, ist heute ein fester Bestandteil bei vielen Festivals – ROCKHARZ, Wacken, Summer Breeze und mehr. „Es ist erschreckend, wie viele Menschen diese Hilfe brauchen – und gleichzeitig schön zu sehen, wie viele Metalheads da mitziehen“, erzählt James. „Wir helfen denen, die im Moshpit des Lebens hingefallen sind, wieder auf.“
Und auch die Bands sind gefordert. Am Autogrammstand lässt die metal.de-Crew an jedem Festivaltag ein Metality-„Wikingerschild“ im Akkord mit weißen Markern veredeln. Das von Bands signierte Gesamtkunstwerk wird am Ende versteigert. Der Erlös fließt vollständig in die Spendenkassen von Metality, um Projekte wie „You Never Rock Alone“, die Schlafsackaktionen und weitere soziale Hilfen zu finanzieren.
Mitmachen? Geht ganz einfach.
Wer jetzt denkt: „Geil, da will ich mitmachen!“ – kein Problem. Es braucht keine Aufnahmeprüfung. Einfach auf metality.org vorbeischauen, anmelden und loslegen. Der Mitgliedsbeitrag? Symbolische 6,66 Euro pro Quartal – ein Bier weniger pro Vierteljahr, dafür mehr Gemeinschaft und eine Szene, die zusammenhält. Und wer mehr geben will, kann das natürlich auch.
„Wir sind keine elitäre Gesellschaft. Jeder kann mithelfen. Je mehr wir sind, desto mehr können wir bewegen“, so Guido. Und das spürt man auch: Beim Aufbau des Stands auf dem ROCKHARZ, bei kleinen Konzerten im Café Nord in Essen oder bei einem Treffen im Süden mit Chapters aus ganz Deutschland – Metality lebt von seiner Community.
James fasst es so zusammen: „Wenn ich beruflich unterwegs bin, finde ich fast überall Metality-Leute – egal ob München, Hamburg oder Bay Area. Du meldest dich, wirst eingesammelt, gehst mit auf ein Konzert, hast eine gute Zeit – Metal verbindet.“
Extreme nice People!
Metality steht für Zusammenhalt, Hilfe und Miteinander in der Metal-Szene – ohne Dogma. Mit Herz, Haltung und natürlich viel Bock auf gute Musik.
Wer beim nächsten Festival also nicht nur Bier trinken, sondern auch etwas bewegen will, kommt vorbei, sagt „Hallo“, macht mit. Denn Metal ist mehr als Musik – es ist eine Community. Nicht nur auf dem großen ROCKHARZ-Familientreffen, sondern jeden Tag.











