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Livebericht: AMON AMARTH

Jul 9th, 2023 | von |

Wieso vergeht die Zeit auf Festivals immer dreimal so schnell? War nicht eben noch Mittwoch? Nun, alle Realitätsverweigerung hilft nichts, also heißt es jetzt: Headlinerzeit am Samstagabend. Dafür sind AMON AMARTH mit dem Drachenboot nach Ballenstedt gekommen. Und sie haben Großes vor!

Der mächtige Backdrop könnte aus „God Of War“ stammen. Und die Band lässt auch sonst nichts anbrennen: Mit „Guardians Of Asgaard“ bringen AMON AMARTH sofort das komplette Infield auf Betriebstemperatur.

Die Band schafft für alle, die die sengende Hitze vermissen, schnell Abhilfe, denn im Gepäck haben sie neben wechselnden und sehr opulenten Szenerien und Schwertkämpfern natürlich sehr viel Pyro. Dazu kommt eine Best-of-Setlist aller Alben seit 2002 – inklusive des starken aktuellen Wurfs „The Great Heathen Army“, von dem die Anwesenden den Titeltrack und „Heidrun“ standesgemäß feiern.

Ganz am Puls der Zeit darf das Motto des heutigen Tages nicht fehlen: Mit „Death In Fire“ feuern AMON AMARTH schon in der Mitte des Sets einen der größten Hits ins Publikum. Reicht noch nicht? Gleich danach kommt „The Pursuit Of Vikings“, bei dem sich die Menge wenig überraschend sehr textsicher zeigt.

Zu „Put Your Back Into The Oar“ verwandelt sich das ganze Infield in ein Boot und das Publikum rudert energisch. „Destroyer Of The Universe“ kündigen AMON AMARTH als Powerballade an („Under The Northern Star“ wäre an dieser Stelle auch eine schöne Wahl gewesen) und die großen Mitgrölnummern wie „Shield Wall“ und „Raise Your Horns“ heben sie sich bis zum Schluss auf. „Twilight Of The Thunder God“ beschließt ein beeindruckend inszeniertes Set!

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